Vordefinierte Makros

Mit dem nächsten Update werden wir den Compiler von CONZEPT 16 um vordefinierte Makros erweitern, die jedem Entwickler von Nutzen sein können.

Makros können verwendet werden, um im Quelltext Ersetzungen während der Übersetzung, also zur Compile-Zeit, durchzuführen. Ein Makro definiert sich über einen eindeutigen Namen, einen Text und optional auch über Argumente.

Makros werden in CONZEPT 16 wie folgend definiert:

define
{
  <Name> [ ( <Argumentname> [[, <Argumentname> ]] ) ] : <Text>
}
Beispiele
define
{
  // Zeilenumbruch <CR><LF>
  sCRLF : StrChar(13) + StrChar(10)

  // Transaktionsende
  DtaEnd(aCommit) : if (aCommit) DtaCommit(); else DtaRollback(false)

  // Längenbeschränkungen von Zeichenketten
  // Kontakt: Vorname
  sLenLimContactNameFirst : 40
}

Neben diesen vom Entwickler definierten Makros sind mit der nächsten Version folgende Makros vordefiniert:

  • __PROC__ – Aktuelle Prozedur als Zeichenkette
  • __FUNC__ – Aktuelle Funktion als Zeichenkette
  • __PROCFUNC__ – Aktuelle Prozedur und Funktion als Zeichenkette
  • __LINE__ – Aktuelle Zeile als Zahl

Diese Makros können beispielsweise zur Fehlerprotokollierung verwendet werden:

define
{
  mLog(aText) : Log(_LogInfo, __PROCFUNC__, __LINE__, aText)
}

...

sub Log
(
  aClass    : int;
  aProcFunc : alpha;
  aLine     : int;
  aText     : alpha(200);
)
{
  DbaLog(
    aClass,
    false,
    aProcFunc + ' (' + CnvAI(aLine, _FmtInternal) + ') : ' + aText
  );
}

Aber auch beim Übergeben von Callback-Funktionen leisten sie gute Dienste:

sub DoCallback
(
  aCall : alpha(61); // Callback-Funktion
)
{
  ...
  Call(aCall);
  ...
}

sub Callback
()
{
  ...
}

main
{
  DoCallback(__PROC__ + ':' + 'Callback');
}

Die aktuelle Prozedur und Funktion konnten bisher bereits über Eigenschaften des System-Objekt ermittelt werden:

  • _Sys->spProcCurrent – Aktuelle Prozedur
  • _Sys->spProcCurrentSub – Aktuelle Funktion
  • _Sys->spProcCurrentFull – Aktuelle Prozedur und Funktion

Die Verwendung dieser Eigenschaften bringt allerdings einige Nachteile mit sich, die durch die Verwendung der Makros nicht mehr bestehen:

  • Die Eigenschaften werden erst zur Laufzeit der Applikation ermitteln, was die Laufzeit negativ beeinflusst.
  • Die Eigenschaften werden nur im Debug-Modus gesetzt, der die Laufzeit der Applikation ebenfalls negativ beeinflusst.

Werden anstelle der Eigenschaften des System-Objektes die Makros verwendet, kann der Debug-Modus durch DbgControl(_DbgOff) deaktiviert und dadurch das Laufzeitverhalten verbessert werden.


Fallen Ihnen noch weitere Anwendungsfälle für diese Makros ein? Teilen Sie Ihre Ideen doch mit uns!

2 Antworten

  1. Es wäre auch hilfreich, wenn der Prozeduraufrufen-Stapel auch irgendwo gespeichert werden könnte.
    Mit dieser Laufzeit-Info könnte man ermitteln, wo genau der Fehler passiert ist.

  2. Klingt interessant
    Lediglich eine Protokollierung der akt. Zeile in einem Fehlerlogging hilft nur dann, wenn der Anwender den gleichen Sourcestand hat wie die Entwicklung.

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