Für den Administrator, Performance

Datenbankserver in virtuellen Maschinen

Immer mehr CONZEPT 16-Datenbankserver werden in virtuellen Umgebungen betrieben. Hardwareunabhängigkeit, Verfügbarkeit und Ressourcen-Nutzung sprechen klar für die Virtualisierung. Bei großen Datenbanken und hohem Anfragevolumen kann jedoch die Geschwindigkeit sinken.


Grundsätzlich beeinflussen die auf derselben Hardware laufenden anderen virtuellen Maschinen die Performance des Datenbankservers. Ein Monitoring der Leistungsdaten auf der Ebene des Hypervisors ist zur Erkennung von Engpässen in jedem Fall angebracht.
CPU

Obwohl der Datenbankserver keine besonders hohe CPU-Leistung verlangt, sollte bei Hardware mit Multi-Core-Prozessoren auch mehr als eine virtuelle CPU konfiguriert werden. Empfehlenswert sind zwei bis vier virtuelle Prozessoren. Bei einer durchschnittlichen CPU-Auslastung der Hardware von mehr als 50% ist eine Reservierung von Prozessorleistung für die VM der Datenbank sinnvoll, um ausreichende Antwortzeiten zu garantieren.
Memory

Gängige Hypervisor erlauben die Zuweisung von mehr RAM an die VMs als physikalisch vorhanden (Memory Overcommitment) und benutzen Techniken wie Memory Ballooning zur Verbesserung der Speichernutzung. Das Auslagern von Teilen des Datenbankcaches auf das Storagesystem ist dabei sehr schlecht für die Datenbankperformance und ist zu vermeiden. Dazu muss eine Mindestspeichermenge an virtuellem RAM reserviert werden, die für Betriebssystem und den kompletten Datenbankcache ausreichend ist.
Storage

Kritisch ist auch die Leistungfähigkeit des Storage-Systems. Die Datenbank kann jedoch auf einem Laufwerk betrieben werden, dessen Storage-Unit nicht von anderen VMs mitbenutzt wird. Zusätzlich kann diese Storage-Unit auch aus SSDs bestehen. Dadurch läßt sich eine ausreichend hohe I/O-Leistung sicherstellen.
Netzwerk

Auch der LAN-Anschluss kann zum Flaschenhals werden, da der Traffic anderer virtueller Server die Anfragelatenz erhöhen kann – die Anzahl der möglichen Anfragen pro Sekunde sinkt. Ein Bandbreitenreservierung bringt hier kaum etwas, da das Übertragungsvolumen zwischen Client und CONZEPT 16-Server relativ gering ist. Da physikalische Server oft mehrere Netzwerkports haben, kann einer dieser LAN-Anschlüsse dediziert nur für die virtuelle Maschine des Datenbankservers benutzt werden.

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