Server 5.7 ohne .tlx-Datei

Während eines Backup-Ereignis oder einer Diagnose kann die Datenbank für eine gewisse Zeit nicht beschrieben werden. In dieser Zeit werden die anfallenden Änderungen regelmäßig in die letzte Transaktionslogdatei gesichert.

Kommt es innerhalb dieses Zustands zu einem Serverausfall, müssen diese Änderungsdaten nach einem Neustart in die Datenbank übertragen werden, um einen Datenverlust zu vermeiden.

Zu diesem Zweck gab es bisher die .tlx-Datei.


Diese Datei wird aktuell beim ersten Update-Ereignis nach dem Beginn des Backup-Zustands angelegt und signalisiert das Vorhandensein von Daten in der .tl?-Datei, die noch in die Datenbank zu schreiben sind. Nach dem Beenden des Backup-Zustands wird die .tlx-Datei wieder gelöscht.

Findet der Datenbankserver beim Öffnen einer abgeschlossenen Datenbank eine zugehörige .tlx-Datei, startet automatisch ein Rollback der .tl?-Dateien (dabei werden die letzten Daten in die Datenbank übertragen), gefolgt von einer Diagnose mit Recover.

Dieses Verfahren führt zu dann zu einem Problem, wenn eine .tlx-Datei fälschlicherweise vorhanden ist. Dies kann beispielsweise passieren, wenn das Löschen der .tlx-Datei fehlschlägt. Auch im Hot-Standby-Betrieb bleibt die .tlx-Datei bei einem Ausfall des aktiven Servers während eines Backup-Events zunächst erhalten und kann später zu einem unerwünschten Rollback führen.

Der Datenbankserver der Version 5.7 legt daher keine .tlx-Datei mehr an. Beim Öffnen einer abgeschlossenen Datenbank werden die vorhandenen .tl?-Dateien auf noch nicht in der Datenbank gespeicherte Daten hin überprüft. Nur wenn solche Daten vorhanden sind und die entsprechende .tl-Datei bezüglich Zeitstempel und Seriennummer zur Datenbank passt, wird der Rollback ausgelöst. Dieses Verfahren verhindert außerdem eine irrtümliche Einspielung falscher Daten aus nicht zum Datenbankstand gehörenden Transaktionslogs.
Update: Ab Server 5.7.02 werden die .tl?-Dateien nach einem erfolgreichen Schließen der Datenbank gelöscht.

3 Antworten

  1. @Andreas
    Prima und danke.
    Da wir Kunden mit mehren zusätzlichen Lizenzen haben wollte ich dies ausschließen. Zumal man auch bedenken muss das Kunden Testen (stimmen alle Prozesse, Konfigurationen, das erwartet Ergebnis stimmt etc.), dabei auf die Idee kommen eine Testdatenbank einfach zur Livedatenbank zu machen weil es ja recht einfach geht.
    Im Bezug auf die *.tlx und *.tl? bietet dies daher noch mehr Sicherheit.

  2. @R. Krichbaum
    Bei der Seriennummer handelt es sich nicht um die Lizenznummer.
    Das Verfahren mit Zeitstempel und Seriennummer wird auch bei den Replikationssätzen angewandt. Diese Daten werden in der Datenbank gespeichert. Nur wenn Zeitstempel und Seriennummer mit denen der TL-Dateien übereinstimmt, wird der Rollback ausgelöst.

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