Für den Administrator

Datensicherung

Eine regelmäßige Sicherung der Datenbank ist wichtig. Auch vor Updates der Software sollte eine Sicherung durchgeführt werden. Jedoch ist es meist nicht mit einfachem Kopieren der Datenbank getan.


Die Datenbank wird vom CONZEPT 16-Server auf Windows-Betriebssystemen im exklusiven Lese- und Schreibmodus geöffnet. Dass bedeutet, dass kein anderes Programm die Datenbank lesen kann. Auf Linux-Systemen gibt es keinen exklusive Lesemodus. Dort kann es beim einfachen kopieren jedoch vorkommen, dass die Daten nicht konsistent sind.

Um sicher zu stellen, dass die Datenbank ordentlich kopiert werden kann, muss sie in den Backup-Modus versetzt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Backup-Modus entsprechend lang genug gewählt wird. Es gibt folgende Möglichkeiten, eine Datenbank in den Backup-Modus zu versetzen:

  • Dynamische Zeiten mit backup_on beim Script-Utility
  • Kopieren der Datenbank inklusive Backup-Modus mit area_copy beim Script-Utility
  • Feste Zeiten in der Web-Administration des Servers

backup_on beim Script-Utility

Mit dem Kommando backup_on beim Script-Utility kann direkt der Backup-Modus für eine Datenbank gestartet werden. Die benötigten Parameter habe ich im Artikel Script Utility Teil 1 bereits beschrieben. Dieses Kommando könnte beispielsweise auch von einer Sicherungssoftware in einem „Skript vor der Sicherung“ durchgeführt werden. In einem „Skript nach der Sicherung“ kann der Backup-Modus mit dem Kommando backup_off wieder beendet werden.

area_copy beim Script-Utility

Das Kommando area_copy des Script-Utilities ermöglicht das Kopieren einer Datenbank an den angegebenen Zielort. Dabei wird vor dem Kopiervorgang automatisch der Backup-Modus für eine definierte Zeit gestartet. Ist die Datenbank schneller als in der angegebene Zeit kopiert, wird der Backup-Modus automatisch beendet. Andernfalls erfolgt ein Log-Eintrag und eine Alert-Mail, dass die Datenbank nicht im Schreib-Modus geöffnet werden konnte.

Als erstes Argument wird der Datenbank-Alias angegeben, als zweites der Zielpfad. Mit dem Argument -time=<hh:mm> wird die Laufzeit des Backup-Modus abgegeben. Das Argument -passwd=<Passwort> muss angegeben werden, wenn der CONZEPT 16-Server ein Passwort besitzt. Mit -wait=<Sekunden> kann eine Wartezeit bis zu 300 Sekunden (5 Minuten) angegeben werden, bis der Backup-Modus aktiv sein muss. Ist das Argument nicht angegeben, wird 30 Sekunden gewartet. Zusätzlich gibt es noch das Argument -options=<Optionen>. Folgende Optionen können angegeben werden:

  • y = Ist die Datei bereits im Zielverzeichnis vorhanden, wird sie überschrieben.
  • t = Der Dateiname im Zielverzeichnis wird aus dem Datenbank-Dateinamen und dem aktuellen Datum (<name>_<yyyy>-<mm>-<dd>) gebildet.

Web-Administration des Servers

In der Web-Administration wird auf der Seite „Datenbank“ / „Manager“ eine Datenbank ausgewählt. Anschließend können auf der Seite „Datenbank“ / „Backup“ die Backup-Zeiten definiert werden. Es sind mehrere Sicherungszeiten möglich. Die Web-Administration kann beispielsweise über das Control-Center auf dem Server gestartet werden. Die Eintragungen könnten wie folgt aussehen:

Empfehlungen

Wir empfehlen die Methoden des Script-Utilities zu verwenden, da der Backup-Modus nur so lange aktiv bleibt, wie es für die Durchführung der Sicherung benötigt wird. Zudem werden dort alle Einstellungen bzw. zu startenden Skripte bei der Sicherungssoftware oder bei dem geplanten Task eingetragen. Somit gerät eine Anpassung der Sicherungszeiten beim Ändern der Einstellungen der Sicherungssoftware nicht so leicht in Vergessenheit.

2 Kommentare

2 Kommentare “Datensicherung”

  1. Auch wir verwenden den Befehl DbaControl(_DbaBackupStart,30) und zwar direkt in einer Prozedur die auf dem Datenbankserver ausgeführt wird. Anschließend kann man mittels FsiFileProcess() die Datenbankdatei packen und ggf. Verschlüsseln. Gibt man dem Serverprozess die entsprechenden Rechte, so kann der Zielpfad für die gepackte Datenbankkopie auch auf einem entfernten Rechner im Netzwerk liegen. Sinnvoll ist z.B. ein Rechner in einem anderen Gebäudeteil um auch gegen Brand oder Diebstahl geschützt zu sein.

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