Neu vorgestellt, Performance

Server 5.6 mit höherer I/O-Performance

In den meisten Anwendungszuständen ist die Perfomance des Datenbankservers unproblematisch. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit sinkt jedoch bei zunehmender Anzahl von Storage-I/O-Operationen. Sehr große Datenbanken, eine hohe Zahl von Datenbankbenutzern oder umfangreiche Update-Events verursachen schnell eine hohe I/O-Last.


Im Serverprozess mussten bisher Datentransfers zwischen Cache und Datenbank (.ca1) serialisiert werden. Alle von der Version 5.6 unterstützten Betriebssysteme erlauben jedoch auch parallele I/Os innerhalb derselben Datei (und haben auch die dazu benötigten Synchronisationsmechanismen). Während im Normalbetrieb dies kaum einen Effekt hat, kann in Situationen mit hoher bis maximaler I/O-Last ein deutliche Durchsatzsteigerung erzielt werden.

Ab Server 5.6.03 können die Datentransfers auch unbeschränkt parallel erfolgen. Selbst beim Betrieb einer einzelnen Festplatte kann durch das Umsortieren paralleler I/O-Operationen (Reordering) unter Umständen ein kleiner Performancegewinn erreicht werden.

Ein größerer Geschwindigkeitszuwachs ensteht bei Systemen mit mehreren HDs oder SSDs, bei denen parallele I/Os auch tatsächlich stattfinden. Ein RAID-10-System mit 8 Datenträgern kann im Idealfall acht lesende Datentransfers gleichzeitig durchführen. In der Datenbankpraxis kann der I/O-Durchsatz bei hoher Last immerhin auf das Doppelte des bisherigen Werts steigen.

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