Linux Utility "Prelink" verändert ausführbare Dateien

Viele Programme, so auch der CONZEPT 16-Server, sind dynamisch gelinkt. Dies bedeutet, dass die notwendigen Funktionsbibliotheken vor dem Start des Programms bereits geladen werden müssen.


Unter Linux übernimmt diese Aufgabe der Library-Loader, ein Programm mit dem Namen "ld.so". Der Loader überprüft, welche Shared Libraries das zu startende Programm benötigt und lädt diese Bibliothken bei Bedarf in den Hauptspeicher.

In Abhängigkeit der benötigten Shared Libraries kann sich die Ladezeit von Programmen erhöhen, zumal der Loader die Bibliotheken vor dem Laden nach einer bestimmten Reihenfolge auf dem System suchen muss.

Um die Ladezeit zu verkürzen gibt es das Programm "Prelink". Prelink führt das Laden im Voraus durch und speichert verschiedene Informationen, wie zum Beispiel die Basisadresse der Bibliotheken und deren Abhängigkeiten in der Binärdatei des ausführbaren Programms.

Da die Programmdateien des CONZEPT 16-Servers mit einer Sigantur versehen sind, führt diese Modifikation dazu, dass sich der Server nicht mehr starten lässt. Diese Signatur ist notwendig, damit Änderungen an den CONZEPT 16-Binaries erkannt werden können, die zum Beispiel durch fehlerhaftes Kopieren entstehen.

Als Lösung muss Prelink nicht gleich vom Rechner verbannt werden. In der Konfigurationsdatei von Prelink (/etc/prelink.conf) können Dateien, die nicht "geprelinkt" werden sollen, ausgenommen werden.

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