Programmierung

Besonderheiten von Grafikformaten

CONZEPT 16 unterstützt unterschiedliche Grafikformate. Bei einigen dieser Formate gibt es Besonderheiten, auf die ich in diesem Blog-Artikel eingehen möchte.

JPEG / JPEG 2000

Die JPEG-Norm beschreibt Bildkomprimierungsverfahren. Wie die Daten gespeichert werden legt diese Norm nicht fest. JPEG 2000 bietet eine bessere Kompressionsrate, größere Bilder, bis zu 256 Farbkanäle und Darstellung von Transparenz. Durch einen erzwungenen inkrementellen Bildaufbau ist die Darstellung in geringerer Qualität ohne Neuberechnung möglich. Zudem besteht bei JPEG 2000 die Möglichkeit der verlustfreien Komprimierung.

Jedoch hat JPEG 2000 gegenüber JPEG auch einige Nachteile. Es wird ein erheblich höherer Rechenaufwand benötigt. Weiterhin sind alle Erweiterungen von JPEG 2000-Dateiformaten nicht lizenzfrei. Aufgrund der Lizenzansprüche gibt es noch nicht viele Programme, die das Format komprimieren und dekomprimieren können. So gibt es in CONZEPT 16 zurzeit auch noch keine Unterstützung für JPEG 2000.

TIFF

TIFF unterstützt einige Datenkompressionsalgorithmen. Die meisten von ihnen sind verlustfrei. Allerdings kann es auch als Container-Format für JPEG-Daten eingesetzt werden, welches wiederum verlustbehaftet ist. In einer Datei können mehrere Bilder abgelegt werden. In diesem Fall spricht man vom Multipage-TIFF. Weiterhin unterstützt TIFF unterschiedliche Farbräume. Die Bilddaten werden als rechteckige Kacheln (so genannten Tiles) oder in Gruppen von Pixelzeilen (so genannten Stripes oder Streifen) abgelegt. Jede Kachel bzw. jeder Streifen wird unabhängig von den anderen gespeichert. Somit wird ein relativ schnelles Laden einzelner Bildteile ermöglicht. TIFF-Dateien unterstützen weiterhin unterschiedliche Farbräume wie RGB und CMYK.

Ein großer Nachteil ist die Vielzahl möglicher gültiger TIFF-Dateien, da diese nicht von allen Programmen unterstützt werden. Darum ist in der Spezifikation des TIFF-Dateiformats eine Menge von Strukturen definiert, die jedes TIFF-fähige Programm verarbeiten können sollte. Wir unterstützen folgende Tiff-Formate:

  • 8-bit b&w (packbits)
  • 8-bit b&w tiled with no compression
  • 1-bit b&w (G3/2D) Fax
  • 8-bit CIE LogL (SGILog)
  • 8-bit CIE LogLuv (SGILog / SGILog24)
  • 8-bit YCbCr (jpeg)
  • 8-bit RGB (lzw)
  • 8-bit YCbCr (OLD jpeg) lizard
  • 8-bit YCbCr (OLD jpeg) tiled
  • 8-bit RGBA (lzw)
  • 4-bit b&w
  • 8-bit YCbCr (lzw)
  • 2, 4, 8 and 16-bit minisblack gray image
  • 4, 16 and 256-entry colormapped image
  • 8 and 16-bit contiguous RGB image
  • 8 and 16-bit seperated RGB image
  • 8-bit contiguous CMYK image

RAW-Formate

Viele neue Digital- und Spiegelreflexkameras bieten die Möglichkeit das Bild in einem
RAW-Format zu speichern. Dabei wird das Bild bei der Aufnahme nicht verändert. Aufgrund der von einem Hersteller zum anderen unterschiedlichen Formate werden spezielle Konvertierungsprogramme benötigt, um ein für CONZEPT 16 lesbares Bildformat zu erzeugen.

2 Kommentare

2 Kommentare “Besonderheiten von Grafikformaten”

  1. @ Th.Eichele
    1.) Das JPEG 2000-Format hat andere Datei-Erweiterungen. Die möglichen Endungen lauten: .jp2, .j2k, .jpf, .jpg2, .jpx, .jpm, .mj2, .mjp2

    Bei TIFF-Dateien sieht man es nicht an der Endung. Diese müssen einfach ausprobiert werden. Jedoch werden die Basisformate von TIFF unterstützt.

    2.) Wenn CONZEPT 16 ein Bild nicht anzeigen kann, bleibt das Picture-Objekt leer.

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