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Datenbankreplikation (Teil 6)

Im letzten Teil unserer Serie betrachten wir noch ein paar Spezialfälle der Replikation. Wird eine Datenbank nicht ordnungsgemäß geschlossen, so ist die letzte Replikationsdatei nicht vollständig. Dadurch wird die kontinuierliche Spiegelung der Datenbanken unterbrochen.


Bei der nicht abgeschlossenen Datenbank ist zwangsläufig ein Rollback mit anschließender Diagnose und Recover notwendig. Diese Operationen können nicht in die Replikationssätze übernommen werden, es entsteht eine neue Datenbank-Seriennummer, die nicht repliziert werden kann.
In diesem Fall ist nach dem Recover eine erneute Übertragung der gesamten Datenbank zum Zielsystem notwendig. Auch bei einer Optimierung der Datenbank oder einem manuellen Recover wird die Replikation unterbrochen und die Datenbank muss erneut kopiert werden.
Nach einem Serverausfall kann jedoch die letzte unvollständige Replikationsdatei noch in die Zieldatenbank eingespielt werden. Dazu wird die Dateiendung von ".$$$" auf ".tlg" geändert und das Replikations-Utility mit dem Befehl salvage verwendet:

c16_serv_rpu_w64 salvage crm.ca1 crm_002388_000047.tlg 

Dadurch kann der Datenzustand bis zum letzten vollständigen Update der Quelldatenbank repliziert werden, der Aktualitätsverzug beträgt im Mittel ca. 30 Sekunden.
Informationen zu Serienummern und Zeitstempeln der Datenbank und der Replikationsdateien kann das Utility mit dem Befehl info anzeigen. Mit dem Befehl verify können TLG-Dateien auf Vollständigkeit und Richtigkeit hin überprüft werden.

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