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Datenbankreplikation (Teil 5)

Das Einspielen von Replikationssätzen in eine Datenbank ist einer der wichtigsten Punkte bei der Replikation. Ort, Zeitpunkt und Durchführung dieses Vorgangs können dabei ganz unterschiedlich gewählt werden.


Im lokalen Netz kann das Einspielen unmittelbar nach Fertigstellung einer Replikationsdatei vollautomatisch erfolgen. Die Aktualitätsverzug der Datenbankkopie beträgt dann – je nach eingestelltem Intervall – zwischen 5 Minuten und 4 Stunden.
Auch bei entfernteren Standorten kann dieses Verfahren angewendet werden, sofern die Verbindungsgeschwindigkeit ausreicht um das anfallende Datenvolumen zu übertragen. Alternativ kann die Übertragung ein- oder mehrmals pro Tag zu festen Zeiten erfolgen, beispielsweise in der Nacht.
Falls die Replikationsdateien über einen längeren Zeitraum hinweg archiviert werden, lassen sich auf der Grundlage einer älteren Datenbankkopie alle bisherigen Sicherungsstände dieser Datenbank wieder herstellen. Das Einspielen erfolgt in diesen Fällen manuell.
Der Einspielvorgang selbst erfolgt durch das Replikations-Utility, die Zieldatenbank muss dabei geschlossen sein:

c16_serv_rpu_w64 replay crm.ca1 crm_002384_*.tlg 

Dieser Befehl prüft zunächst, ob die Replikationsdateien vollständig und korrekt sind und auch zur Zieldatenbank passen. Anschließend erfolgt die eigentliche Übertragung in die Zieldatenbank. Um eine hohe Einspielgeschwindigkeit zu erreichen, verwendet das Utility den Großteil des freien Hauptspeichers, um die Replikationssätze zu puffern und den Update-Vorgang in die Datenbank zu beschleunigen. Das Einspielen der Daten wird übrigens im Log der Datenbank vermerkt.
Nächste Woche folgt der letzte Teil zur Replikation, in dem noch einige Spezialfälle vorgestellt werden.

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