
Die Vectorsoft AG, ein etablierter Anbieter von Entwicklungsplattformen mit Wurzeln in den 1970er Jahren, setzt mit ihrer Low-Code-Plattform yeet neue Maßstäbe in der Softwareentwicklung. Im Rahmen des Forschungsprojekts AIDev integriert das Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) nahtlos in den Entwicklungsprozess, um mittelständische Unternehmen bei der Bewältigung von Fachkräftemangel, Compliance-Anforderungen und Kostenoptimierung zu unterstützen. Besonders hervorzuheben ist die enge Kooperation mit dem Mittelstand Kompetenzzentrum Usability in Zusammenarbeit mit der Universität Kaiserslautern, die die User Experience (UUX) von yeet durch geförderte Reviews und Pilotprojekte optimiert.
Die Plattform yeet basiert auf der langjährigen Expertise von vectorsoft, die bereits mit dem klassischen RAD-System conzept 16 (entwickelt ab 1979) Pionierarbeit in der datenbanknahen Anwendungsentwicklung leistete. Heute vereint yeet eine integrierte Datenbank, UI-Builder, Code-Editor und Deployment-Mechanismen in einer browserbasierten Umgebung – ohne zusätzliche Tool-Silos. Dadurch entfallen zusätzliche Datenbank- und Cloud-Layer als externe Pflichtkomponenten. Entwickler profitieren von Drag-and-Drop-Funktionen, vorgefertigten Bausteinen und automatisierter Code-Generierung, die die Entwicklungszeit um das Fünf- bis Zehnfache reduzieren kann. Die Entwicklungsumgebung ist plattformunabhängig, unterstützt Cloud- und On-Premise-Betrieb und gewährleistet DSGVO-konforme Hosting-Optionen in der EU, was Lock-in-Risiken minimiert.
Dr. Markus Pilz, Vorstand der vectorsoft AG, unterstreicht die strategische Ausrichtung: „Wir bauen mit yeet nicht bei null neu auf – wir führen weiter, was wir über Jahrzehnte perfektioniert haben. Die Stabilität und Nähe zur Datenbank, für die conzept 16 stand, bleibt das Fundament. Aber darauf setzen wir jetzt eine moderne, KI-fähige und cloudtaugliche Plattform, die unsere Kunden auch in den nächsten 20 Jahren sicher trägt.“ Zielgruppe sind KMU ebenso wie Solo-Selbstständige, individuelle Softwareentwickler und kleine Teams sowie IT-Abteilungen größerer Unternehmen, die Anwendungen und Branchenlösungen etwa für Finanzen, ERP, Lagerlogistik oder den Kundendienst entwickeln. Darüber hinaus richtet sich yeet auch an den öffentlichen Sektor, der im Kontext digitaler Souveränität Wert auf kontrollierbare, DSGVO-konforme und unabhängig betreibbare Plattformen legt.
Das Forschungsprojekt AIDev, gefördert durch die steuerliche Forschungsförderung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF), verankert KI nicht als reines Add-on, sondern als eingebettete Komponente. Die KI analysiert Projektstrukturen, inklusive Metadaten, UI-Elementen und Datenmodellen und führt autonome Aktionen aus, wie das Hinzufügen von UI-Elementen oder die Generierung valider Datensätze. Miqueas Cramer, Chefentwickler bei vectorsoft, erklärt: „Die KI liest das geöffnete Projekt, insbesondere die Metadaten. Danach kann sie gezielt Operationen ausführen. UI-Elemente hinzufügen, Daten einfügen, Komponenten umstrukturieren.“ Dies ermöglicht eine sichere, skalierbare Entwicklung unter dem Konzept „Smart-Code“, das KI-generierten Code validiert, an Plattform-Standards anpasst und in einer kontrollierten Umgebung integriert.
Damit grenzt sich Smart-Code bewusst von „Vibe-Coding“ ab. Während beim Vibe-Coding die KI häufig mit maximaler Freiheit iteriert und schnelle Ergebnisse liefert, entstehen Risiken bei Reproduzierbarkeit, Testbarkeit und Sicherheit oft erst im Nachgang. Smart-Code setzt dagegen auf Leitplanken von Anfang an: klare Regeln, definierte Schnittstellen, nachvollziehbare Patterns und integrierte Qualitätschecks. Ziel ist nicht, KI zu bremsen, sondern sie zuverlässig schnell zu machen – mit Code, der in Architektur, Wartbarkeit und Security-Anforderungen passt.
Im Kontext digitaler Souveränität setzt vectorsoft auf einen konsequent kontrollierbaren Plattformansatz: yeet kann on-premise betrieben werden, bei Bedarf sogar air-gapped (ohne externe Netzwerkverbindung). Bietet zugleich auch EU-Hosting-Optionen für DSGVO-konforme Deployments. Da yeet eine durchgängige Entwicklungs- und Laufzeitumgebung inklusive integrierter, eigenentwickelter Datenbank bereitstellt, lassen sich Datenhaltung, Berechtigungen, Updates und Deployments in einer konsistenten Umgebung steuern und externe Abhängigkeiten reduzieren. Für die Anbindung an Fachverfahren und Drittsysteme unterstützt die Plattform OData und REST API offiziell und schafft damit standardisierte, nachvollziehbare und unteranderem Multicloudfähige Integrationspfade.
Die Kooperation mit dem Mittelstand Kompetenzzentrum Usability und der Universität Kaiserslautern spielt eine zentrale Rolle bei der Optimierung der Benutzeroberflächen. Im Rahmen eines geförderten UUX-Pilotprojekts wurde die Usability von yeet überprüft und verbessert, um eine intuitive Bedienung für professionelle Entwickler und Citizen Developer zu gewährleisten. Diese Zusammenarbeit unterstreicht den Fokus von vectorsoft auf forschungsbasierten Fortschritt und adressiert typische Herausforderungen des Mittelstands, wie den schnellen Einstieg neuer Mitarbeiter und die Reduzierung administrativer Lasten. Desweiteren arbeitet die vectorsoft AG, im Rahmen des Forschungsprojekts, mit Hessian AI, dem KI-Ökosystem der Technischen Universität Darmstadt, zusammen. Die im Projekt genutzte GPU-Infrastruktur und der Zugang zu einem wissenschaftlichen KI-Netzwerk bilden eine zentrale Grundlage für die hier beschriebenen KI-Entwicklungen innerhalb der Plattform yeet.
Für Unternehmen und öffentliche Organisationen bietet yeet konkrete Vorteile: Es reduziert den Fachkräftemangel, indem Junior-Entwickler durch KI-Unterstützung schneller produktiv werden, und minimiert Risiken wie Sicherheitslücken in generiertem Code durch die kontrollierte Einbettung in Smart-Code. Anwendungsbeispiele reichen von Kundendienst-Apps für Handwerksbetriebe über Inventarverwaltung bis hin zu digitalen Fragebögen im Gesundheitsbereich. Die Plattform ist auf große Datenmengen ausgelegt und ermöglicht über offene Standards eine nahtlose Integration in bestehende Systemlandschaften.
Vectorsoft plant, Smart-Code weiter auszubauen: Künftige Features umfassen die Generierung vollständiger Geschäftslogiken, tiefere Workflow-Integrationen und trainierbare KI-Modelle innerhalb der EU-Plattform. Dr. Pilz fasst zusammen: „Smart-Code steht für eine Entwicklung, die schneller, sicherer und mittelstandsgeeignet ist – ohne die Risiken ungezügelter KI.“

Mehr Informationen zur yeet Plattform und den Dienstleistungen von vectorsoft finden sich auf www.vectorsoft.de. Die vectorsoft AG, mit Sitz in Heusenstamm, bietet seit 1985 stabile Lösungen für datenintensive Anwendungen und differenziert sich durch direkten Expertensupport mit klarer Verantwortung bis zur Lösung.