Wie alles begann – im Interview mit dem Gründer von vectorsoft

Andrej Mücke, Gründer der Vectorsoft AG und Erfinder von conzept 16 an seinem Schreibtisch
Andrej Mücke als Gründer der Vectorsoft AG und Erfinder von conzept 16

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit mehr als vier Jahrzehnten begleitet conzept 16 Unternehmen durch technologische Umbrüche, Digitalisierungsschübe und den Wandel der Arbeitswelt. Hinter dieser außergewöhnlichen Kontinuität steht der Entwickler und Gründer von vectorsoft Andrej Mücke, der bereits Anfang der 1980er-Jahre begann, Lösungen für reale Geschäftsprozesse zu programmieren.

Wir trafen Andrej Mücke im Januar zu einem Interview, hier blickt er mit uns gemeinsam auf die Anfänge der Vectorsoft AG. Dabei spricht er über die Herausforderungen und technologische Wendepunkte, die seine Plattform geprägt haben. Zugleich teilt er mit uns seine Gedanken über die Zukunft der Softwareentwicklung zwischen Stabilität, Designanspruch und künstlicher Intelligenz.

 

Der Anfang: Wie alles begann

Herr Mücke, nehmen Sie uns mit zurück an den Anfang: Wie entstand die Idee zu conzept 16?

Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1982 zurück. Damals entwickelte ich eine kaufmännische Software für Büroanwendungen, die auf frühen Rechnern mit sehr begrenztem Speicher laufen musste. Die größte Herausforderung war der Umgang mit Speicherorten und der insgesamt unkomfortablen Arbeitsumgebung.

Um das zu lösen, entstanden zwei zentrale Komponenten: eine Speicherort-Bibliothek und eine Aktionssoftware für Ein- und Ausgangsvorgänge. Diese Programm-Bibliotheken bildeten den Kern dessen, was später zu conzept 16 wurde.

Bereits 1983 stellten wir das System anderen Firmen zur Verfügung. Von da an kamen Anfragen aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz – und mit jeder Anforderung entwickelte sich das System weiter zur ersten Version von conzept 16.

 

Die frühen Jahre des Unternehmens

War vectorsoft ein klassisches Garagen-Start-up?

Nicht wirklich. Wir waren ein kleines Team von vier Personen: zwei im Vertrieb, ein Kollege im Support und ich als Entwickler. Zunächst arbeiteten wir von zuhause aus, später zogen wir in ein Büro in einem Hinterhaus. Ende der 1980er-Jahre entstand dann unser heutiges Firmengebäude.

Was motivierte Sie zur Gründung eines eigenen Unternehmens?

Die ursprüngliche Gründung der damaligen vectorsoft GbR war schlicht notwendig, um einen ersten Kunden bedienen zu können. Ein Anwalt wollte Software nicht von einer Privatperson entwickeln lassen – also gründeten wir kurzerhand eine Firma. Das konkrete Projekt wurde zwar später nicht umgesetzt, aber die Unternehmensgründung war der Startpunkt.

Welche Fähigkeiten aus Ihrer Jugend haben Ihnen geholfen?

Eine klassische Ausbildung im Bereich Softwareentwicklung hatte ich damals nicht. Programmieren habe ich mir ab dem Alter von 16 Jahren selbst beigebracht. Später habe ich neben der Arbeit Softwareentwicklung studiert. Rückblickend war die Welt damals einfach überschaubarer – aber genau das hat das Lernen erleichtert.

 

Die Gründung der Vectorsoft AG

Wie entstand schließlich die vectorsoft AG und wer gehörte zum Gründungsteam?

Zum Team gehörten unter anderem Edwin sowie unsere Vertriebskollegen. Edwin lernte ich über den Computerhersteller Wang Laboratories kennen, bei dem er Product Manager war. Über diese Verbindung kam er zu vectorsoft. Die Vertriebsmitarbeiter stießen später über Kontakte hinzu.

Welche Herausforderungen gab es in den 1980er- und 1990er-Jahren?

Technisch war es schwierig, an Informationen zu kommen – es gab kaum Fachliteratur und natürlich kein Internet. Wir arbeiteten mit wenigen Büchern und amerikanischen Fachzeitschriften.

Organisatorisch stellte sich die Frage, wie man Softwareentwicklung im Team strukturiert. Prozesse, Zusammenarbeit und Versionsstände mussten wir praktisch selbst erfinden.

Gab es einen Moment, in dem Sie dachten, das Unternehmen würde groß werden?

Ehrlich gesagt nein. Mein Ziel war immer, konkrete Probleme zu lösen. Mit jeder neuen Version kamen neue Anforderungen, und wir sind einfach mitgewachsen.

 

Das Erfolgsgeheimnis von conzept 16

Viele Kunden nutzen conzept 16 seit Jahrzehnten. Woran liegt dieser Erfolg?

Da spielen mehrere Faktoren zusammen. Erstens die Kompatibilität: Anwendungen, die in den 1980ern erstellt wurden, funktionieren oft heute noch. Zweitens die Stabilität der Software. Und drittens die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden – sie haben die Entwicklung immer mitgeprägt.

Man kann sagen: conzept 16 ist gemeinsam mit seinen Nutzern gewachsen.

Welche technologischen Wendepunkte waren besonders prägend?

Der Wechsel weg von textbasierten Systemen hin zu grafischen Oberflächen war ein großer Schritt. Auch der Übergang von Tastatur- zu Mausbedienung sowie die Entwicklung erster Datenbankserver haben die Plattform stark beeinflusst.

Gab es ein Feedback, das conzept 16 besonders verändert hat?

Ja – die Einführung einer eigenen Programmiersprache mit Prozeduren. In frühen Versionen gab es diese Struktur noch nicht. Erst damit wurde es möglich, wirklich komplexe Anwendungen zu entwickeln.

 

Markt, Trends und Technologie

Welche technologischen Entwicklungen haben Sie überrascht?

Früher war Softwareentwicklung weniger trendgetrieben als heute. Es ging vor allem darum, konkrete Probleme zu lösen.

Heute spielt Design eine viel größere Rolle. Das kommende Facelift von conzept 16 soll zeigen, dass sich die Software weiterentwickelt und auch für neue Mitarbeitende attraktiv bleibt. Niemand möchte mit einem Programm arbeiten, das wie vor 40 Jahren aussieht.

Wie haben sich die Erwartungen der Kunden verändert?

Natürlich sind die Anforderungen gestiegen. Gleichzeitig mussten wir wegen der Kompatibilität oft vorsichtig weiterentwickeln. Entscheidend ist für uns, dass conzept 16 ein lebendiges System bleibt.

Welche Rolle spielt klassische Softwareentwicklung im Zeitalter von Cloud, KI und Low-Code?

KI ist aktuell vor allem ein Werkzeug, das Entwicklung unterstützt. Sie wird Probleme lösen – aber auch neue schaffen. Klassische Softwareentwicklung bleibt daher weiterhin zentral, wird sich jedoch stark verändern.

Andrej Mücke bei einer Präsentation
Andrej Mücke heute

Blick in die Zukunft

Wo sehen Sie vectorsoft in zehn Jahren?

Ich hoffe, dass wir uns weiterhin erfolgreich an veränderte Marktbedingungen anpassen und weiterentwickeln können – so wie wir es in den letzten Jahrzehnten getan haben.

Wenn Sie Ihrem jüngeren Gründer-Ich eine Botschaft schicken könnten – was wäre das?

Ganz klar:
Hab keine Angst vor Risiko.

Zum Abschluss bedanken wir uns herzlich bei Andrej Mücke für das offene Gespräch, die persönlichen Einblicke und die spannende Reise durch vier Jahrzehnte Softwareentwicklung.

Seine Erfahrungen zeigen eindrucksvoll, wie aus technischer Neugier, Kundennähe und Mut zur Weiterentwicklung ein langlebiges System und ein erfolgreiches Unternehmen wie vectorsoft AG entstehen können.

 

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Stand: Sept. 2024

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