Programmierung

CONZEPT 16 SOA-Service – Teil 3 Web-Anwendungen

Ein weiterer Anwendungsbereich für die Betriebsart „SOCKET“ ist das bereitstellen von Web-Anwendungen. Ziel einer Webanwendung ist das Anbieten von Funktionen und das Anzeigen von dynamischen Inhalten. Sie bilden eine  Benutzerschnittstelle, mit denen Inhalte für verschiedene Endgeräte (Desktop, Tablet, Smartphone, Notebook)  aufbereitet werden.

Damit arbeiten Web-Anwendungen nach dem Client-Server-Modell. Die Datenverarbeitung und Auswertung findet auf einem Server statt und nur die Ergebnisse werden zur visuellen Verarbeitung an die Web-Anwendung weitergeleitet.

Web-Anwendungen werden in plattformunabhängige und abhängige (native) Anwendungen unterteilt. Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile.

Plattformabhängige Web-Anwendungen können gut optimiert werden, sodass auch komplexe und rechenintensive Anwendungen erstellt werden können. Auch erhält die Anwendung Zugriff auf die verbaute Hardware (Mikrofon, Drucker, Kamera, Sensoren, Speicher) welches nochmal den Funktionsumfang der Anwendung erweitert. Ein Nachteil ist das zur Verteilung der Anwendung für die Installation ein Prozess erstellt werden muss. Auch ist bei einem Wechsel der Plattform meist eine aufwendige Portierung nötig.

Bei der plattformunabhängigen Web-Anwendung (z.B. Java, .NET,  HTML-Browser) laufen die Anwendungen in einer definierten Laufzeitumgebung. Je unabhängiger die Laufzeitumgebung vom darunterliegenden Rechnersystem (Hardware, Betriebssystem) ist, um so einfacher ist die Entwicklung von Anwendungen. Der Entwickler muss nicht für jede Plattform einen eigenen Client entwickeln. Damit sind solche Anwendungen günstiger und flexibler in der Erstellung und Wartung. Ein Nachteil ist, dass es bei einem Update der Laufzeitumgebung nötig sein kann, alle Anwendungen anzupassen. Auch ist es schwieriger auf Hardware-Komponenten oder Speicher außerhalb der definierten Laufzeitumgebung  zuzugreifen.

Eines der bekanntes Beispiele für Plattformunabhängigkeit ist der Web-Browser, hier entfällt  auch die Installation eine Clients. Die Applikationen basierend auf  HTTP können direkt aufgerufen und genutzt werden.

Welche Vorteile bringt es mit CONZEPT 16 eine Web-Anwendung zu gestalten?

  • Flexibilität
    Die Verarbeitung des SOA-Task findet in der Datenbank statt. Damit steht dem SOA-Task, bis auf Einschränkungen bei UI-Elementen, die ganze CONZEPT 16-Funktionalität zur Verfügung.
  • Einfachere Infrastruktur
    Es muss kein zusätzlicher Web-Server in die Systemlandschaft integriert und gewartet werden. Das verringert die Komplexität der Infrastruktur und es entstehen keine neuen Kosten durch Einarbeitung  in eine neue Software.
  • Schnittstellen Design
    Mit dem Wegfall eines externen Webservers entfällt auch die Erstellung und Wartung einer Schnittstelle zu einem externen Webserver.
  • Informationsübertragung
    Die Kommunikation mit der Datenbank ist effizienter, da wir nicht erst über eine Schnittstelle (REST, WSDL, ODBC) übertragen müssen.

Beispiel: Überwachung von Pegelständen mit CONZEPT 16

Um frühzeitig vor Hochwasser warnen zu können, sind an verschiedenen Orten Pegel-Messstationen aufgebaut. Sollen die Pegelstände abgelesen werden, kann sich der Inspektor an einer Web-Anwendung einloggen. Innerhalb der Web-Anwendung werden alle aktuellen Informationen der Stationen abgerufen und angezeigt.

Ein CONZEPT 16 Socket-Task wartet dazu auf eine Verbindung. Hat sich ein Inspektor an der CONZEPT 16 Web-Anwendung erfolgreich authentifiziert, werden alle Pegelstände der verschiedenen Messstationen abgefragt. Der Status wird  mittels der Web-Anwendung visuell aufbereitet und zurückgegeben. Ist ein Messwert überschritten, kann der Inspektor per Mausklick in der Web-Anwendung die Messstation auswählen und einen Alarm auslösen. Der Alarm wird mithilfe von CONZEPT 16 an die zuständigen Stellen über Fax, SMS oder E-Mail weitergeleitet.

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