Programmierung

CONZEPT 16 SOA-Service – Teil 2 Sockets

Die Betriebsart “SOCKET” stellt eine sehr universelle Schnittstelle dar, die auf TCP/IP basiert. Ein wichtiger Einsatzbereich dieser Schnittstelle besteht im Anbieten von Web-Services. Der Begriff Web-Service wird oft fälschlicherweise mit dem Begriff Web-Anwendung gleichgestellt. Eine Web-Anwendung ist für die Benutzung durch Personen (mittels Web-Browser) vorgesehen, der Web-Service wird dagegen von Programmen genutzt.

Was ist ein Web-Service?

Ein Web-Service (Webdienst) ermöglicht eine pattformunabhängige Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen. Das ermöglicht das Bereitstellen und Ausführen von Diensten über ein Computernetzwerk. Als Kommunikationsmedium wird eine HTTP-oder HTTPS-Verbindung aufgebaut. Die Übertragung der Kommunikationsinhalte erfolgt in der Regel auf Basis von XML oder JSON.

Will eine Anwendung einen Web-Service nutzen, kann dieser über eine Uniform Ressource Identifier (URI) angesprochen werden. Jeder Web-Service besitzt eine URI, über die er eindeutig identifizierbar ist. Zusätzlich besitzt ein Webservice eine Schnittstellenbeschreibung, meist in einem maschinenlesbaren Format (z. B. WSDL auf Basis von XML), in der die Interaktion mit dem Service beschrieben ist.

Ein Vorteil von Web-Services ist, dass mit ihr bereits existierende Anwendungen auch für andere Anwendungen zugänglich gemacht werden können, unabhängig der verwendeten Technologie. Ein weiterer Vorteil ist die Standardisierung der Kommunikation für alle Service-Teilnehmer. Das ermöglicht ein einfaches hinzufügen/austauschen von Web-Services ohne bestehende Anwendungen anzupassen.

Damit können Daten aus CONZEPT 16 Softwarelösungen, einfach für andere Anwendungen zugänglich gemacht werden. Ein reales Beispiel für solch eine Anwendung ist der vectorsoft Web-Service auf Basis von REST.

Beispiel REST Web-Service

Über den vectorsoft Web-Service können unsere Partner Statusinformationen, Rechnungen und Supporttickets zu ihren Lizenzen abrufen. Das ermöglicht unseren Kunden, diese Informationen in ihr Software Asset Management (SAM) zu integrieren.

Erreichbar ist der Web-Service über eine REST-Schnitstelle. Dazu wartet ein SOA-Task in der Betriebsart “SOCKET” auf eingehende HTTP-Verbindungen. Hat sich die Partneranwendung erfolgreichen per HTTP angemeldet, erhält sie eine Session ID. Diese Session ID muss bei jeder Abfrage über die Schnittstelle mit übertragen werden. Die Partneranwendung erhält die Daten zu den Lizenzen im JSON-Format.

Eine genaue Schnittstellenbeschreibung kann unter https://services.vectorsoft.de/doc abgerufen werden.

 

Durch das Beispiel wird die Nutzung und die Funktionsweise eines Web-Service veranschaulicht. SOA-Tasks in der Betriebsart “SOCKET” können damit jedes auf TCP/IP basierendes Übertragunsprotokoll nutzen, um einen Web-Service anzubieten. Das ermöglicht es externen Anwendungen eine allgemeine Datenschnittstelle anzubieten, unabhängig von Plattform, Programmiersprache und Protokoll.

Ein weiteres Aufgabenfeld von SOCKET-Tasks ist das Anbieten von Web-Anwendungen, welches im nächsten Artikel vorgestellt wird.

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