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Mit CONZEPT 16 browserfähig und erfolgreich

Im Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI), gibt es mehrere Förderprogramme im Schwerpunkt Elektromobilität. Zwei mit der Durchführung betraute Projektträger setzen hierzu CONZEPT 16-basierte Applikationen ein, die von SectorCon entwickelt worden sind. In Kooperation mit der EDV Beratung Baumgarten wurden diese in eine eigens dafür eingerichtete Server-Farm ausgelagert und durch Einsatz von Apache Guacamole browserfähig gemacht. Die Client-Installation am Arbeitsplatz entfällt und es wird eine Cloudfähigkeit erzielt. Diese Technologie ist von vectorsoft getestet und in der CONZEPT 16-Roadmap als Brückentechnologie für Desktop-Anwendungen empfohlen worden.

Der Schwerpunkt der Anwendung liegt auf der Bearbeitung von Schriftstücken, vorwiegend mit MS Office Programmen sowie Acrobat Reader. Die Anforderung sah vor, dass die Dokumente weiterhin mit dem original Microsoft Office des lokalen PC bearbeitet werden und nicht auf dem Remote-Desktop oder in einer browserbasierten Applikation. Daher musste mit einer geeigneten Architektur der zuverlässige Transport der Dokumente einzig durch die Browserverbindung erfolgen.

Die Abbildung zeigt drei Generationen CONZEPT 16 im Browser: Web-Anwendung, Retro und Desktop.

Seit vielen Jahren entwickeln wir JAVA Enterprise Anwendungen, weshalb wir uns für die in diesem Umfeld verfügbaren Komponenten entschieden haben. Neben einem JAVA EE Server (Payara) wird ein JMS-Message Broker (Active MQ Artemis) eingesetzt. Dieser verteilt asynchron Nachrichten zwischen den Servern und der User-Session. Wo auch immer synchrone Kommunikation erforderlich ist, wird diese über eigens entwickelte REST-Services bereitgestellt.

Für die Darstellung des C16-Desktop Clients wurde die Apache Guacamole Software verwendet. Diese ist Open Source und wurde im BLOG-Artikel „CONZEPT 16 auf dem Mobilgerät“ beschrieben. Nach kurzer Testphase haben wir uns dazu entschieden, auf Basis der Guacamole -API den Desktop vollständig in eine eigene Webanwendung zu integrieren. Daher verfügen wir mittlerweile über einige Erfahrung mit Guacamole und seiner API und sind bisher sehr zufrieden mit den Möglichkeiten und der Zuverlässigkeit der Software.

CONZEPT 16 hat für die erforderlichen Anpassungen alle Möglichkeiten bereitgestellt, die SOA-Schnittstelle ist hier das zentrale Element für die Integration in diese komplexe Service-Architektur.

Die Zeit zur Realisierung war mit gut 6 Wochen extrem kurz. Trotzdem ist uns eine attraktive, integrierte Plattform gelungen, mit der die Anwender*innen schon nach kurzer Zeit gut zurechtgekommen sind.

Fazit: Wir konnten zeigen, dass bestehende Anwendungen nach kurzer Projektlaufzeit „as-is“, d.h. ohne Anpassung, browserfähig gemacht werden können. Dies auf Basis des lizenzfreien Tools Guacamole von Apache. Bei weiterführendem Interesse ist ein Info- und Ressource-Package bei vectorsoft erhältlich.

2 Kommentare

2 Kommentare “Mit CONZEPT 16 browserfähig und erfolgreich”

  1. Danke für diesen interessanten Beitrag. Wir haben auch schon mit Guacamole experimentiert, in einfacherer Form als hier im Beitrag vorgestellt.

    Eine Integration von nativer Web-Applikation und per Guacamole zugeschalteter C16-Desktop-Applikation könnte für so manche Migrationsaufgabe ein interessanter Zwischenschritt sein. Vielen Dank für diesen Hinweis.

    Wie ist das eigentlich, braucht man für jede Desktop-Session, die via Guacamole integriert wird, eine Windows-Session auf dem Server? Falls ja lohnt sich das vielleicht nicht für Anwendungen, bei denen eine sehr grosse Anzahl von Sessions gleichzeitig benötigt wird? Wie ist das bei Ihnen gelöst?

  2. Jede C16-Session benötigt derzeit eine eigene lizenzierte Windows RDP-Session. In diesem Projekt werden nur 50 gleichzeitige Sessions bereitgestellt. Wir experimentieren gerade mit dem Wine-Emulator und wollen C16-Clients damit unter Linux bereitstellen. Damit würden die Kosten auch bei einer hohen Anzahl an Sessions überschaubar bleiben. Erfahrungsberichte werden zeitnah folgen.

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