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Branchenlösung StahlhandelEinsatz von ‘Stahl-Control’ bei der Firma Ewald Giebel GmbH & Co. KG, Iserlohn
Das Traditionsunternehmen Ewald Giebel GmbH & Co.KG in Iserlohn ist mit 800 Mitarbeitern eines der führenden Oberflächenveredlungs- und Kaltwalzwerke in Deutschland und hat sich in mehr als 60 Jahren Erfahrung einen Namen gemacht, der eng mit dem hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens verbunden ist. Bei der Wahl der betriebswirtschaftlichen Softwarelösung hat sich das Unternehmen für die Branchenlösung ‘Stahl-Control’ entschieden, die den Anforderungen des Prozessfertigers besonders gerecht wird. In einer Vielzahl von Anwendungsgebieten und Industriezweigen des In- und Auslands werden heute Giebel-Produkte eingesetzt. Zur Unternehmensgruppe gehören neben der Ewald Giebel GmbH & Co. KG mit Werken in Iserlohn-Letmathe und Hagen, die Firma Becker Cramer & Römer in Hagen-Hohenlimburg sowie die Ewald Giebel-Luxemburg GmbH in Dudelange, Luxemburg. Sowohl in der Region als auch im Wettbewerb mit anderen Kaltwalzwerken zählt sich die Ewald Giebel GmbH & Co. KG zu Branchenführern. Auf einer Fläche von 100.000 qm an der Autobahn Hagen-Iserlohn liegt das Werk Letmathe, der Hauptsitz der Ewald-Giebel-Gruppe. Hier befindet sich ein modernes Walzwerk mit angegliederten Anlagen zur Oberflächenveredelung. In den Werkshallen stehen Produktionsanlagen, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Zwei weitere Werke zur Feuerveredlung und Bandlackierung werden in Hagen-Hohenlimburg unterhalten. Die heutige Giebel-Tochter Becker, Cramer & Römer wurde 1897 als Kaltwalzwerk und Drahtzieherei gegründet. Im Jahre 1979 wurde das Unternehmen der Giebel-Gruppe angegliedert. Becker, Cramer & Römer ist spezialisiert auf die Herstellung von hochwertigem Kaltband für besondere Einsatzzwecke. Der Dritte im Bunde, die Ewald Giebel-Luxemburg GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen mit der luxemburgischen Arbed Gruppe, befindet sich in Düdelingen (Großherzogtum Luxemburg) und gehört zu den leistungsstärksten Produzenten Europas im Bereich der elektrolytischen Verzinkung von Blechen. An dem Unternehmen hält Firma Giebel 2/3 der Anteile. Für die Herstellung qualitativ gleichbleibend hochwertiger Produkte in den Werken der Unternehmensgruppe steht ein Stab hochqualifizierter Fachleute zur Verfügung. Produktqualität hat bei Giebel einen sehr hohen Stellenwert. Um die steigenden Anforderungen der Kunden erfüllen zu können, ist die kontinuierliche Verbesserung des Qualitätsstandards ein vorrangiges Ziel. Neue Wege in der BranchensoftwareHierbei kann ein Unternehmen wie Giebel heute nicht mehr ohne eine leistungsfähige Branchensoftware auskommen. Dies war nicht immer so. Wie in vielen anderen Betrieben der Stahlproduktion wurden Auftragsbestätigungen, Produktionspapiere usw. früher als Papierablage in mehrfacher Ausfertigung in den entsprechenden Abteilungen vorgehalten. Harald Hager, bei Giebel in der kaufmännischen Leitung für EDV und Organisation verantwortlich: „Die mehrfache dezentrale Ablage der Daten war notwendig, um auf Informationen nach verschiedenen Ordnungskriterien zugreifen zu können“. Die Umsetzung der unternehmensspezifischen Abläufe in eine EDV-Lösung stellte hohe Anforderungen an die Software. Harald Hager erläutert, warum: „Die Ewald Giebel GmbH & Co. KG ist ein sogenannter Prozessfertiger, weshalb stücklistenorientierte Produktionslösungen nicht zum Einsatz kommen können. Im Unternehmen werden aus einem breiten Coil mehrere Kundenaufträge gefertigt, d.h. es werden unterschiedliche Artikel aus einem Vormaterial erzeugt, wogegen bei einer Stücklistenfertigung ein Artikel aus mehreren Vormaterialien entsteht. Die Beziehung Vormaterial zu Fertigartikel ist somit genau umgekehrt“. Da im Bereich des Breitbandwalzwerkes mehrere Kundenaufträge zu einem Fertigungsauftrag zusammengefasst werden, setzt die kundenauftragsbezogene Fertigung erst zu einem relativ späten Zeitpunkt ein. Die verursachungsgerechte Erfassung der Fertigungskosten pro Auftrag ist somit gerade in den ersten Fertigungsstufen außerordentlich schwierig. Durch das Besäumen der Walzkanten entsteht an den großen Längsteilanlagen ein Schrottanteil, der kombinationsbedingt größer oder kleiner werden kann. Da die Erzeugung von Kaltband materialintensiv ist, kommt der verschnittoptimalen Belegungsplanung der Längsteilanlagen eine große Bedeutung zu. Hier muss dem Arbeitsvorbereiter durch das EDV-System eine größtmögliche Unterstützung zuteil werden. Darüber hinaus soll das EDV-System Vergangenheitsbedarfe extrapolieren, um diese, entkoppelt von den tatsächlichen Kundenaufträgen zusätzlich einzuplanen. Neben der Verschnittoptimierung ermöglicht diese Planungsart eine gleichmäßige Kapazitätsauslastung. Eine besondere Stärke der Firma Giebel sind die für die Branchen ungewöhnlich kurzen Lieferfristen. Die hierfür erforderliche Flexibilität in der Fertigung darf durch die eingesetzte EDV keinesfalls eingeschränkt werden, da hierdurch wesentliche Wettbewerbsvorteile verloren gingen. Präzise Branchenausrichtung und Flexibilität gaben den AusschlagDie CeBIT 98 wurde genutzt, um eine neue Software-Lösung für die spezifischen Anforderungen des Unternehmens zu finden. In die engere Auswahl kamen Branchenlösungen der Anbieter Heyde, Brain und Sligos sowie die Branchenlösung ‚Stahl-Control‘ eines Iserlohner Softwarehauses, das auf CONZEPT 16 basiert. Hier wurde Hager schließlich fündig. Am Gemeinschaftstand des Datenbankherstellers vectorsoft präsentierte Berbüsse seine Branchenlösung ‚Stahl-Control‘. Die von Berbüsse vorgestellte Lösung konnte vor allem durch die präzise Branchenausrichtung des Produktes überzeugen. Hinzu kam die räumliche Nähe des Software-Anbieters. Damit gelang es Berbüsse, namhafte Wettbewerber auf dem Markt wie Heyde und Brain aus dem Feld zu schlagen. Harald Hager: „Die präzise Branchenausrichtung von ‘Stahl-Control’ konnte uns letztendlich mehr überzeugen als die Lösungen der Wettbewerber. Darüber hinaus erwies sich ‚Stahl-Control‘ als besonders anpassungsfähig und verfügt über die von uns geforderten Schnittstellen zu anderen Systemen. Außerdem bietet ‘Stahl-Control’ hervorragende Möglichkeiten zur Eigenentwicklung“. Harald Hager erläutert, warum die Möglichkeit zur Eigenentwicklung für Giebel so bedeutsam ist: „Für uns war es wichtig, spätere Anpassungen vor Ort auch selbst vornehmen zu können. Dies ist mit der Programmiersprache der zugrundeliegenden Datenbank CONZEPT 16 problemlos möglich. Denn eine Lösung muss auch mit den im Unternehmen zur Verfügung stehenden Ressourcen umgesetzt werden können. Hier stoßen große Anbieter, wie etwa die SAP, dann oft an ihre natürlichen Grenzen. Die notwendigen Anpassungen einer R/3-Lösung hätten wir gar nicht mit vertretbarem Aufwand bewältigen können“. Der Schwerpunkt der Anpassungsprogrammierung lag und liegt in der Fertigung. Im Mittelpunkt stand dabei das beschriebene Beziehungsproblem von Einsatzmaterial und Fertigmaterial bzw. die Umwandlung von Kunden in Fertigungsaufträge. Darüber hinaus erfolgt mit ‚Stahl-Control‘ die Produktionsdurchführungsplanung für das eigene Sägewerk wo Paletten und Zwischenhölzer für die Verpackung der Kundenaufträge gefertigt werden. Ebenfalls integriert wird die hierfür erforderliche Bestandsführung der unterschiedlichen Holzarten. Mit ‘Stahl-Control’ hat sich die Ewald Giebel GmbH & Co. KG für eine Komplettlösung entschieden, die sämtliche Aufgabenbereiche abdeckt, die eine branchenspezifische Softwareunterstützung benötigen. Diese reichen von der Auftragsbearbeitung über die Beschaffung und die Materialwirtschaft bis zur Produktionsplanung. Ergänzt wird ‘Stahl-Control’ im Unternehmen durch Finanzbuchhaltungs- und Controlling-Programme von Comet sowie MS-Office als Desktop-Suite. Server-Spiegelung sorgt für DatensicherheitIm September 1998 fiel schließlich die Kaufentscheidung für Stahl-Control. Bereits im Dezember wurde die neue Hardware in Betrieb genommen. Im Zentrum steht ein leistungsfähiger Server mit 350 Mhz-Intel-Doppelprozessor und zwei redundanten Netzteilen. Durch Datenbankspiegelung mit einem zweiten Server wird ein 24/7-Sicherheitsbetrieb erreicht. Der zweite Server übernimmt die gesamte Identität, IP-Nummer usw. beim Ausfall vom ersten Server. Zusätzlich gibt es eine Bandsicherung. Mit diesem Server sind die Arbeitsplätze am Standort Letmathe, zwei Betriebsstätten in Hohenlimburg sowie der Tochter Becker Cramer & Römer in Hagen-Hohenlimburg verbunden. Insgesamt verfügt das Netz über ca. 150 Clients. Aus verwaltungstechnischen Gründen steht im Verkauf Luxemburg ein weiterer Server, der mit dem Netzwerk in Luxemburg verbunden ist. Hier findet mehrfach täglich ein Datenaustausch statt. Im Januar wurden die noch erforderlichen Anpassungsprogrammierungen vorgenommen sowie Schulungen für die insgesamt 150 Mitarbeiter durchgeführt, die bei Giebel mit ‘Stahl-Control’ arbeiten. Die Schulungen wurden in Kleingruppen zu je 6 Personen inhouse durch eigene Mitarbeiter durchgeführt. Jeweils eine Stunde Schulung erwies sich für den Start als ausreichend. Weitere Schulungen erfolgten auf Zuruf direkt am Arbeitsplatz. Stahl-Control wird in die bestehenden Softwarelösungen des Unternehmens integriert. Zur Zeit wird an einer Schnittstelle zur Kostenrechnung gearbeitet. Auftragsabwicklung und Auftragsberechnung verbessertDen Nutzen durch den Einsatz von ‘Stahl-Control’ sieht Hager vor allem in drei Bereichen: „Durch den Einsatz von ‘Stahl-Control’ konnten wir die Durchlaufzeiten in der Verwaltung erheblich verkürzen. Daneben erreichten wir eine Steigerung der Transparenz und eine Reduktion von Medienbrüchen. Die enge Einbindung in das Controlling-System liefert eine wesentlich höhere Transparenz in den Wertströmen des Unternehmens. Außerdem ist ‘Stahl-Control’ uns eine große Hilfe bei der Außen- und Innendienststeuerung. Dadurch sind wir in der Lage, den Anforderungen der Marktsegementierung umfassender gerecht zu werden“. Neben der Integration einer BDE-Lösung (betriebliche Datenerfassung) plant man in naher Zukunft ein Hochregallager zu errichten, dessen Steuerung ebenfalls in ‚Stahl-Control‘ zu integrieren ist. Hiermit möchte man in Iserlohn bis zum Jahresende soweit sein. Geplant ist, die Daten direkt aus der Prozesssteuerung der Maschinen zu nehmen. Hager: „Dazu werden wir noch eine Visualisierungssoftware über die Anlagenzustände integrieren. Die endgültige Wahl der BDE-Lösung ist noch nicht getroffen, hier werden wir die Firma Berbüsse eng in die Planung miteinbeziehen.“ Ein weiterer Plan ist die Integration eines Personalzeiterfassungssystems. Erfolgreiche Umsetzung ohne Netz und doppelten BodenImmer noch stark beeindruckt ist Hager vom Tempo, mit dem Berbüsse die Installation abgeschlossen hat: „Der Projektablauf hat unsere Erwartungen übertroffen. Die Installation wurde in Rekordzeit umgesetzt, ohne Testphase, ohne Netz und doppelten Boden. Für uns war es bis dahin kaum vorstellbar, dass man ein Projekt so schnell verwirklichen und trotzdem eine hohe Stabilität im Alltagsbetrieb garantieren kann“. Beim zukünftigen Support der Branchenlösung ist die räumliche Nähe des Softwareanbieters zwar hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Ein Großteil des Supports wird über Fernwartung abgewickelt.
www.stahl-control.de
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